Kaffee-STORIES

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2007 erschien diese Zeitung anläßlich des 25-jährigen Jubiläums von EXILE-Kulturkoordination Essen.

Die Artikel zu Kaffeethemen werden werden hier demnächst webtauglich aufbereitet erscheinen. Das ist ein netter, kompakter Queerschnitt durch aktuelle, historische und literarische Themen zu Kaffee.

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Berühmte Kaffeesorten:
Katzenkaffee – Jamaika – Hawai – Indien

Kaffee ist häufig Kultobjekt – das macht sich besonders bei teuren, edlen Sorten bemerkbar:

 

Katzenkaffee – Kopi Luwak
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Der Luwak, die asiatische Schleichkatze. Nach ihr ist der Katzenkaffee „Kopi Luwak benannt.

nennt man Kaffee, der aus den Exkrementen der asiatischen Schleichkatze gewonnen wird.

Die Katze heißt LUWAK, KOPI bedeutet Kaffee.

Das Tier ißt die reifen, süßen Kaffeekirschen, die Bohnen fermentieren im Magen und werden ausgeschieden. Diese Fermentation soll dem Kaffee in der Tasse sein unvergleichliches Aroma verleihen. Die Kaffeebohnen im trockenen Kot werden gesäubert und aufbereitet. Besonders in Kanada und Japan beliebt. Mittlerweile ist ein Hype um diesen Kaffee entstanden, die Medien berichteten mehrfach darüber. Die Schleichkatze wird deshalb in Käfigen unter quälerischen Bedingungen gehalten und mit von Hand gepflückten Kaffeekirschen gefüttert. Der Markt-Mechanismus fordert seinen Tribut: Ist viel Geld zu machen verwandelt sich die ursprünglich nette Geschichte in ihr direktes Gegenteil. Das Pfund kostet 100-200$. Die Tasse kann schon mal 10 € kosten. Wer meint, er sollte mit sowas rumprotzen, hat erstens keine Ahnung von Kaffee (so toll schmeckt der garnicht) und zweitens beteiligt er sich systematisch an Tierqälerei.

Kopi Luwak ist NoGo für echte Kaffeefreunde!
Näheres auf der Tierschützerseite

Auf dieser Seite Exklusiver *Kopi Luwak* wird der Katzen-Kaffee
als exklusiver Schwachsinn angeboten: 100g zu 29,90€!

 

Jamaika Blue Mountain

Der Klassiker. Die Herkunftsbezeichnung ist geschützt. Das Kilo kostet zwischen 50 und 100 Dollar. Begrenztes Angebot, deshalb so teuer. Ein Engländer auf Jamaika röstet direkt vor Ort.

 

Hawai Kona und Indien Mysore

Die Kirschen reifen besonders langsam, wodurch sich die hervorragenden Geschmackseigenschaften bilden.  Die Plantagen werden gut gepflegt, die Bohnen sorgfältigst fermentiert und verlesen. Jedes Anbaugebiet gibt dem Kaffee durch Klima, Böden, umgebende Flora und Aufbereitung seinen spezifischen Charakter. Vulkanböden (Hawai) sind besonders gut geeignet.

 

Indien monsooned Malabar

Dieser Kaffee verdankt seine Existenz dem Übergang von der Segel-zur Dampfschifffahrt. Als der Kaffeehandel von  Indien nach Holland und Großbritannien florierte dauerte der Transport mit Selgelschiffen relativ lange. Das salzige Seeklima hat den Geschmack des Rohkaffees geprägt – es gab damals ja keine hermetisch abgeschotteten Laderäume. Als die besser abgeschotteten Dampfschiffe in kürzerer Zeit den Kaffee transportierten, fehlte dem Kaffee sein bis dahin gekannter Ozean-Touch.

Man versuchte das dann künstlich zu erzeugen, indem man den Kaffee in offenen Lagerhallen nahe der Küste aufbewahrt und bewußt dem salzigen Monsoon-Klima aussetzt. Der Rohkaffee gewinnt dadurch auch eine viel hellere Farbe und unterscheidet sich deutlich von normalen Sorten.