RÖSTERs Blick durch die Kaffeebrille

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Dieser Beitrag wird ab und zu ergänzt

Alles durch die Kaffeebrille zu betrachten, bedeutet nicht, damit auch alles erklären zu können.
Dennoch erscheinen einige Dinge in neuem Licht und die aktuelle Berichterstattung zu Kaffee in den Medien widmet sich nur allzu häufig vordergründigem »Styles« und »Trends« im Sinne einer hippen Verbrauchskultur. Kaffee als zweitwichtigstes Handelsgut nach Erdöl ist z.B. als Thema im Wirtschaftsteil der Zeitungen völlig unterbelichtet. Da lohnt ein Blick hinter die Kulissen.

Arabisch-persische Kaffeehäuser: Orte der Aufklärung

Kaffee stammt aus Afrika (Äthiopien), erreichte Europa und den Westen überhaupt aber aus dem islamisch geprägten arabisch-persischen Raum, wo er sich als Getränk erst gegen Widerstände etablieren konnte. Als geschichtlicher Indikator west-östlichen Kulturaustausches  bietet Kaffee deshalb Gelegenheit einseitige Sichtweisen auf den Islam zu korrigieren und den Beitrag des »Orients« zum kulturellen Welterbe neu einzuordnen. Diese Betrachtungsweise folgt den Autoren Trojanow/Hoskoté in ihrem Buch ‚Kampfabsage – Kulturen bekämpfen sich nicht, Kulturen fließen zusammen‘:

»Tatsächlich bereiteten sie (die arabischen Denker) den Weg für die Trennung von Kirche und Staat und trugen zur Entstehung des freiheitlichen und säkularen öffentlichen Raumes bei, den wir heute für selbstverständlich betrachten und als Triumph der Aufklärung in Ehren halten.«(Seite 115)

Diesen Raum fand man im 15. und 16. Jhdt. bereits in den arabischen Kaffeehäusern, was die damaligen europäischen Orientreisenden, die zunächst mit einem durchaus offenen Blick für das »Fremde« unterwegs waren,  mit Verwunderung zur Kenntnis nehmen mußten.

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Die Kaffeebohne hat die Welt erobert

  • Kaffee ist nach Wasser das Weltgetränk Nr. 1.
  • Er ist das zweitwichtigste Exportprodukt der Länder des Südens nach Erdöl.
  • USA, Brasilien und Deutschland sind die Hauptverbrauchsländer.
  • In ca. 70 Ländern und Regionen des Südens nördlich und südlich des Äquators wird Kaffee angebaut.
  • Die Hauptsorten sind Arabica (Hochland, 60%) und Robusta (Tiefland, 40%).

Motor der Globalisierung

Der Kaffeehandel war ein Motor der Globalisierung, wie andere Kolonialwaren auch! Entgegen verbreiteter Sichtweise hat die Globalisierung eine lange Geschichte seit 1500, verschärfte allerdings ihr Tempo mit globaler Dramatik für Hunger, Armut und Umweltzerstörung Ende des 20. Jahrhunderts.

1973 begannen die neoliberalen »Chicago-Boys« (Milton Friedmann) bezeichnenderweise im Windschatten der Pinochet-Diktatur in Chile ihr Wirtschaftsprogramm umzusetzen. 1990 markiert der »Washington Consensus« eine neue Stufe der Vergewaltigung der Weltwirtschaft durch die führenden Industrienationen mit Hilfe der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds im Sinne des Neoliberalismus.

Logo fairtradeDer etwas andere Umgang mit dem Erbe des Kolonialismus

Parallel hierzu beginnt die weltweite Fairtrade-Bewegung zunächst mit Kaffee als Hauptprodukt alternativen Welthandel zu praktizieren. Im Grunde wird dabei versucht die Welthandels-Strukturen bei einzelnen Exportprodukten aus ehemaligen Kolonien zugunsten der Produzenten zu verbessern. Diese Strukturen sind aber eingebettet in die Wettbewerbsdynamik des globalen kapitalistischen Systems. Das läßt sich nicht mal eben wie mit einem Schalter an-oder abschalten. Trotzdem zeigt der FaireHandel, daß die Produzenten durch Zusammenschluß auf meist genossenschaftlicher Basis enorme Fortschritte erzielen können. Poduzentengruppen verändern dabei auch ihre Stellung innerhalb des jeweiligen Landes, prägen ihre Umgebung und entwickeln häufig politische Schlagkraft und werden zu einem Faktor des gesellschaftlichen Fortschritts im Land. In diesem Sinne kann man den FairenHandel auch so definieren: »Der etwas andere Umgang mit dem Erbe des Kolonialismus«.

Kiboko – Sklavenfrucht

Das Erbe des europäischen und deutschen Kolonialismus, besonders in Afrika, fließt symbolisch in dem Begriff Kiboko (gesprochen Tschiboko)  zusammen. Kiboko heißt heute der getrocknete Rohkaffee in Ostafrika. Kiboko heißt aber auch die schreckliche Nilpferdpeitsche, mit der man die »Schwarzen« auf die Kaffee-Plantagen trieb. Kiboko heißt Nilpferd auf Swaheli. So übertrug sich der Name der Peitsche auf das Produkt, das unter ihren Hieben in Zwangsarbeit produziert wurde.

Und Kiboko heißen heute viele afrikanische Touristenagenturen, die den Weißen, den Muzungus, ihr Land zeigen, weil die vielen Hippos (Nilpferde) so interessant sind. Man kann mit Tourismus eben mehr Geld verdienen als mit dem Kaffee, den sich diese Touristen zu Hause in Europa und USA so »trendy« gönnen. Der Tourismus in die ehemaligen Kolonialgebiete gilt als entscheidendes Entwicklungsziel sowohl bei der Formulierung »entwicklungspolitischer Ziele« im Westen als auch in den betreffenden Ländern. Die Auswirkungen vor Ort sind dabei höchst zweifelhaft und Tourismus als globales Phänomen der Mobilitätskultur des reichen Nordens gleicht häufig einer erneuten kolonialen Landnahme. Konzepte der »unberührten Natur« und traumhafter Landschaften materialiseren sich in Nationalparks und »Schutzgebieten« die mit Klimapolitik und Nachhaltigkeit begründet werden aber Bedürfnisse einheimischer Bevölkerungsgruppen direkt negieren. Das wird an anderer Stelle in diesem Blog noch ausführlich behandelt.

Coffea »Arabica«? – Koloniale Sichtweisen

Allein schon die botanische Bezeichnung »coffea arabica« weist auf koloniale Praktiken und eurozentrische Überheblichkeit hin. Die europäischen Orientreisenden des 15., 16. und 17. Jahrhunderts lernten Kaffee als Getränk im arabischen und persischen Kulturkreis kennen. Der Ursprung der Bohne und des Getränks ist allerdings Äthiopien. Das ist bekanntlich ein afrikanisches Land mit uralter Tradition. Eine korrekte Bezeichnung müßte also lauten: »coffea africana« oder »coffea äthiopica«. Als Carl von Linné im 18. Jhdt. seine binomsche Nomenklatur der biologischen Namen entwickelte und dabei den Namen »coffea arabica« vergab, orientierte er sich am Zeitgeist und nicht an der damals sehr wohl bekannten geografischen Herkunft der Bohne aus Abessinien. Ein unerforschtes Hochland in Nordostafrika als namensgebend für Kaffee zu betrachten, kam wohl nicht in Frage. So haben sich koloniale Sichtweisen in gängige Bezeichnungen eingeschrieben.

Die gebräuchliche historische Periodisierung in Altertum, Mittelalter und Neuzeit bzw. Moderne wird als eurozentristische Sicht aller Geschichte übergestülpt. Eine Weltgeschichte kann so nicht geschrieben werden. Die heute immer noch anzutreffende Sichtweise datiert den Beginn der eigentlichen Geschichte für die aussereuropäische Welt mit dem Datum der »Entdeckung» durch irgendeinen europäischen, westlichen Reisenden, Seefahrer oder Eroberer. Afrika erscheint demnach geschichtslos und seinen Bewohnern wird der Status von Kindern zugewiesen, die es zu domestizieren gelte.

Der »Orient« und seine islamisch geprägte Kultur waren weltgeschichtlich wichtig auf vielen Wissensgebieten und bei der Bewahrung und Weiterentwicklung des griechisch-antiken Erbes. Europa lernte die Antike durch arabische Übersetzungen kennen und Jahrhundertelang war Arabisch die Sprache der Wissenschaft schlechthin. Beispielhaft steht hier der Mediziner Avicenna, der im 11. Jhdt. das bis ins 17. Jhdt. massgebliche medizinische Lehrbuch verfaßte und einer der ersten ist, der Kaffee als Medizin erwähnte. Navid Kermani schreibt hierzu:
»Der Mythos, die westliche Kultur sei gleichsam jungfräulich aus dem Geist der Antike geboren, hat seinen Ursprung in der Renaissance; wesentlich formiert hat er sich im 19. Jahrhundert, das den Orient als das schlechthin Andere der eigenen Kultur festschrieb«.

Interessante Neujustierungen in dieser Hinsicht versucht Jürgen Osterhammel in seinem Band “Die Verwandlung der Welt – eine Geschichte des 19. Jahrhunderts” – der Versuch eine Weltgeschichte zu denken, die den Namen auch verdient. Das Projekt wird derzeit mit anderen Historikern zusammen  (Akira Iriye/ Harvard und Emily S. Rosenberg / Univ. of California – Irvine) durch die ‚Geschichte der Welt‘ fortgesetzt, die auf 5 monumentale Bände angelegt ist und von weltweit mehreren Autoren editiert wird. Im Band V 1870-1945 (Beck 2012) ist auch ein großes Kapitel über »Warenketten in einer globalen Welt« enthalten, das u.a. von dem amerikanischen Kaffeehistoriker Steven C. Topik verfasst wurde. Topik arbeitet gerade (2014) an einer »World-History of Coffee« und man darf erwarten, daß es zum neuen Standardwerk in diesem Bereich werden wird. Die bisherigen Publikationen von Topik sind im Bereich Quellen /Resources einzusehen.

Große Themen kennzeichnen den Weg des Kaffees:

Ökonomie, Ökologie,  Politik, Kultur und als »soziales Getränk« im Alltag.
  • Kolonialismus / Imperialismus
  • Sklaverei
  • Frühe Globalisierung und Agrobusiness
  • Kaffeehäuser als neue »öffentliche Orte« in Orient und Okzident
  • »Cash-Crop« für die Exportbilanz der Entwicklungsländer
  • Elend der Kaffeebauern
  • Fairtrade – gerechter Handel
  • Börsenspekulation mit Agrargütern / Warentermin-und Derivatehandel
  • heute zweitwichtigstes Exportprodukt der Länder des Südens  nach Erdöl
  • Klimaveränderungen bedrohen Kaffeeanbau
  • Umgekehrt bedroht Kaffeeanbau aber auch das Weltklima

Die Kaffeegeschichte  kann begriffen werden als großes kulturhistorisches Gesamtkunstwerk.
Der Kaffeehistoriker Steven Topik von der University of California, Irvine, schreibt:

»Warum gerade Kaffee? Man könnte meinen, daß die theoretische Betrachtung der Weltgeschichte durch die Kaffeebrille den Gegenstand eher verdunkelt – aber das ist kein ‘Kaffee-Fetischismus’oder gar der Versuch trendy zu sein im Sinne einer ‘Starbucks-Revolution‘.
Kaffee als Ware ist einer ernsthaften Betrachtung wert, weil er über Jahrhunderte hinweg seinen zentralen Platz in der Weltökonomie und im Leben von Millionen Menschen nachhaltig bewahrt hat … im Grunde haben ihn immer die armen Länder für die reichen produziert.«

(Topik/Clarence-Smith: The Global Coffee Economy in Africa, Asia and Latin America, 1500-1989, Cambrige University Press, New York 2003 –  Seite 2, eigene Übersetzung)

Als Getränk

war Kaffee stets Begleiter aller Denker, Revoluzzer und Widerständigen. Die Kaffeehäuser galten immer als die »Pflanzstätten des Aufruhrs«. William Ukers 1935 in seinem Klassiker »All about Coffee«:

»Wo auch immer er eingeführt wurde, bedeutet er Revolution. Er war das radikalste Getränk der Welt, weil seine Funktion stets darin bestand, die Menschen zum Denken zu bewegen. Und wenn die Menschen anfingen zu Denken, wurden sie den Tyrannen gefährlich.«

Der Fortschritt seit dem 16. Jhdt. nahm immer erst im Kopf Gestalt an. Dabei war das Kaffeehaus ein unerläßlicher Ort und Kaffee unerläßliche Geistesnahrung.

So kann die Kultur des Kaffeetrinkens auch als kleiner Teil der Sozial-und Kulturgeschichte der Moderne gelesen werden

Vom Verbot zum Weltgetränk

Kaffee war in Europa nicht von Anfang an willkommen. Genau wie bei seiner Eroberung der islamischen Welt wurden religiöse, weltanschauliche und ökonomische Gründe gegen ihn ins Feld geführt.

  • Kaffeeverbote im Islam des 16. und 17. Jahrhunderts,
  • Unterdrückung der Kaffeeschenken als »Seminaris of Insurrection« unter Charles II. in England (17. Jhdt.)
  • umfassender staatlichen Spitzeleinsatz und Schließung Pariser Kaffees vor und nach der Revolution (18. Jhdt.)
  • Kaffeeverbote unter Friedrich dem Großen und in anderen deutschen Landen und im übrigen Europa (18. Jhdt.)

Trotzdem eroberte sich der Kaffee und seine Häuser einen festen Platz im Alltag weltweit.

Das »Café« als Ort neuer bürgerlicher Öffentlichkeit und Kommunikation findet häufig Erwähnung in der Arbeit von Jürgen Habermas  »Strukturwandel der Öffentlichkeit«.

Beim Blick auf die Geschichte von Orient und Okzident

durch die Kaffeebrille ergeben sich recht interessante Einblicke zur jeweiligen Kulturgeschichte, zur allzuoft beschränkten europäischen Sicht auf die Welt, zum kulturellen Grundrauschen Europas, sich durch Dämonisierung und Abgrenzung zum »Orient« und überhaupt zum »Fremden« zu definieren. Kaffee kreuzt Kultur, Geschichte, Politik und Ökonomie seit dem 15. Jahrhundert als das Getränk der Moderne. Die Kaffeeschenken wurden weltweit häufig von Migranten erstmals gegründet und betrieben. Kaffee ist ein Migrationsgeschenk.

Goethe meinte auch den Kaffee, als er schrieb: »Herrlich ist der Orient / übers Mittelmmeer gedrungen…» und die Brüder Grimm: »Er war das letzte große Geschenk des Orients an den Okzident«. Die Zeiten haben sich geändert! Heute wird das, ‚was übers Mittelmeer dringt‘ weniger herrlich wahrgenommen und nicht als Geschenk sondern als eine Bedrohung , der man mit den militärischen Mitteln einer EU-Grenzagentur (FRONTEX) entgegentritt.

Der türkische Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk in einem Interview:

»Habermas sagt, der öffentliche Raum ist der Ort, wo Politik anfängt.« So ein Ort seien die türkischen Kaffeehäuser gewesen, weshalb er in dem Roman ‚Rot ist mein Name‘ auch über die Kaffeehauskultur in Istanbul schreibe. Die Diskussionen über Politik in den Kaffeehäusern sollten absurderweise mit dem Argument unterbunden werden, Kaffee sei ungesund.«

Gutenbergs Druck-Revolution erlebte durch die Kaffee-Lesestuben und die dort kostenlose Zeitungsauslage gesellschaftliche Wirkung. Kaffeehäuser waren Redaktionsstuben, Wissenschaftsclubs, Kontor der Kaufleute. Börsen sind daraus entstanden und Versicherungskonzerne, Revolutionen wurden in ihren Hinterstuben vorbereitet und davor begonnen. Später wurde Kaffee das »Schmiermittel« (Hygieniker Pettenkofer) der Industrialisierung in den Körpern der Arbeiter und »Nahrungsvortäuscher« (H.E. Jacob) hungernder Handwerker.

Koffein als »Umweltmarker«

Die Tatsache des weltweiten dauerhaften Kaffeekonsums wird mittlerweile in der Umweltwissenschaft genutzt. Koffein dient als ‚Marker‘ für  menschliche Abwässer in Fließgewässern. Bei der historischen Würdigung des Kaffees als Quelle dieses Koffeins stellt der Umweltwissenschaftler Prof. Dr. Michael Matthies/ Universität Osnabrück folgende steile These auf:

»Die Brauchbarkeit eines Markers hängt auch von seinem kontinuierlichen Gebrauch ab. Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass eine Gesellschaft, die einmal koffeinhaltigen Lebensmitteln exponiert wurde, diesen auch nicht mehr entsagt, sie sind also mehr als eine Modeerscheinung. Versuche der Prohibition (Verbot) scheiterten. Für die kostengünstige Beschaffung von Kaffee wurde sogar das eigene Leben aufs Spiel gesetzt. Dies wird mit Beispielen belegt.«

(Analyse von Koffein als Abwassermarker in Fließgewässern / Prof. Dr. Michael Matthies/ Universität Osnabrück/ Institut für Umweltsystemforschung/ Barbarastr. 12)

Er begründet dies u.a. mit den Kaffeeschmuggel an der deutsch-belgischen Grenze nach dem 2. Weltkrieg an, der bis zu 50 Tote gekostet haben soll (der sogenannte deutsch-belgische Kaffeekrieg).

Kaffeesteuer und Monopolisierung

Die dem Schmuggel zugrunde liegende westdeutsche Kaffeesteuer wird in Stufen bis 1953 drastisch gesenkt, worauf ein steiler Anstieg des Konsums einsetzt, der jedoch bald darauf nicht mehr von kleineren Rösterein, sondern von Kaffeemultis wie Tchibo, Nestle usw. befriedigt wird. Deutschland kassiert ca. 1 Milliarde € Kaffeesteuer jährlich.

Die 5 Global-Player-Röster decken 50% des Weltmarktes ab. Der Sektor des Rohkaffeehandels ist Teil der finanzgetriebenen Rohstoffspekulation, die die Blue-Chip-Blase ablöste (beginnend ca. 2004). Insofern könnte man die Kaffeekrise 2001-2003 und die Weltnahrungsmittel-Krise 2008 als Vorboten des allgemeinen Finanzcrashs 2008/09 einordnen.

 

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Kaffee ist Kommunikation243px-Java-Logo.svg

Kaffee ist so selbstverständlich zum Synomyn für Kommunikation geworden, daß heute keiner mehr überlegt, wie man das »Internet-Café« anders nennen könnte. Die erste webcam im Internet zeigte den Füllstand einer Kaffeekannee (Uni Cambrige 1991). Die Software-Firma Java verwendet eine dampfende Kaffeetase als Logo. Java war der allgemeine Name für Kaffee zu Zeiten als die indonesische Insel Hauptkaffee-Lieferant war. Die Software-Bestandteile von Java heißen beans.
Mit der Frage »kommst du noch auf einen Kaffee mit hoch?« begannen viele Paarbeziehungen.

Das vielleicht häufigste Stichwort bei einer Google-Suche in Verbindung mit Kaffee ist »coffee-break«. Denn eine Unterbrechung auf der Arbeit oder bei einer Konferenz ist nicht einfach eine Pause, sondern eben eine »Kaffeepause«.