Landgrabbing durch Nationalpark: Die Kaffee-Bauern von Tierra Colorada, Mexiko (GEPA – 2014)

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Canyon Sumidero / Nationalpark Tierra Colorada  | Foto: GEPA – The Fair Trade Company

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Die FAIRTRADE Handelsogranisation GEPA ruft zur Unterstützung der Kaffeebauern von Tierra Colorada in Mexiko auf.
Ein weiteres Beispiel, wie Tourismus und Naturschutz, der auf neoliberaler Basis einseitiges Wachstum schaffen will, die Interessen Einheimischer mit Füßen tritt.

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Die Bauern gehören zur Kooperative San Fernando, von der die GEPA zu fairen Bedingungen Bio-Kaffee einkauft. | Foto: GEPA – The Fair Trade Company

“Tierra Colorada” – der Name kommt von den “bunten Steinen” die in der Gegend um den Canyon Sumidero in Chiapas, Mexiko vorkommen. Diese Region wurde in den 1980er Jahren zum Nationalpark erklärt. Bei der Einrichtung des Schutzgebietes wurde übersehen, dass in der Nähe des Canyons Menschen leben. Es sind 44 Kaffeebauern mit ihren Familien, alles in allem rund 340 Personen.

Die indigenen Einwohner gelten jetzt als illegale Siedler, die keine Rechte haben.

„Wir haben kein Trinkwasser, wir haben auch keine medizinische Versorgung, weil Ärzte den Park nicht mehr betreten dürfen“, schildert Alonso Velasco Guzmán die Lage, Kleinbauer in Tierra Colorada und Schatzmeister bei der Kooperative San Fernando. Zur Siedlung führt lediglich eine holprige Piste – Baumaterial herzubringen ist verboten. So besteht die Schule zurzeit aus einem einzigen Raum, gekocht wird mit Regenwasser und abends zünden die Bewohner Kerzen an.

GEPA – Die Kaffee-Bauern
von Tierra Colorada, Mexiko