Klimawandel bedroht wilden Arabica-Kaffee in Äthiopien

Spiegel-Wissenschaft – 11/2012:

Wärme und Trockenheit gefährden den wilden Arabica-Kaffee: Würde die Klimaerwärmung fortschreiten, könnten die Pflanzen bis 2080 aussterben, warnen Forscher. Darunter würde auch anderer Kaffee leiden. […]

Im günstigsten Fall verschwinden bis zum Jahr 2080 65 Prozent der Gebiete, die als Standorte für den wilden Kaffee in Frage kommen, berichten die Forscher. Bei einer nahezu ungebremsten Klimaerwärmung könnten es auch 100 Prozent sein – der wilde Arabica-Kaffee wäre in diesem Fall vollständig ausgestorben. Der Verlust würde sich auch auf die kommerzielle Kaffeeproduktion auswirken, schreiben die Forscher um Aaron Davis von den Royal Botanic Gardens in Kew im Fachmagazin „PLoS One“.

Die kommerziellen Kaffeesorten seien genetisch stark verarmt. Man brauche die Wildstämme daher als genetisches Reservoir, um den Kaffee durch Einkreuzungen gegen neu auftretende Schädlinge, Krankheiten oder auch Umweltveränderungen wappnen zu können. Die Sorte Coffea arabica hat einen Anteil von 70 Prozent an der weltweiten Kaffeeproduktion […]

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