Landgrabbing on Ssese-Islands/Uganda – Guardian-Report

Die NGO „Friends of the Earth“ beschäftigt sich seit langem mit der Vertreibung von Farmern in Uganda, die den Projekten internationaler Agrar-Investoren im Wege sind. Das wurde vom englischen GUARDIAN in einem längeren Bericht aufgegriffen.


Es geht um eine Palmölplantage, die 2002 errichtet wurde. Sogar die Weltbank habe sich vor Jahren bereits von dem Projekt distanziert, weil die sozialen und humanitären Kriterien nicht eingehalten würden. Das Palmöl Projekt auf den Ssese-Islands (Kalangala) hat dennoch die Unterstützung des Internationalen Agrarfonds der Vereinten Nationen (UN’s International Fund for Agricultural Development – Ifad). Die Farmer wehren sich gegen die erfolgte Erweiterung der Plantage ohne ausreichende und versprochene Kompensation.

Im Bericht von Friends of the Earth wird u.a. beklagt:

  • Illegale Vertreibung der Farmer
  • Rodung von 3600ha Wald, der ansonsten als CO²-Senke dienen könnte. Darin eingeschlossen sogar 100ha eigentlich geschützter Flächen (Forest Reserve)
  • Zerstörung und Unbrauchbarmachung der Wasserresourcen für viele Bewohner
  • Hunger und Nahrungsmittel-Unsicherheit durch Wegnahme der Flächen für Subsistenzwirtschaft.
  • Beginn von Landspekulationen reicher Ugander in Erwartung weiterer Investoren.

   Guardian-Artikel (englisch):Ugandan farmers
take on palm oil giants over land grab claims – 03 March 2015

   aktuelles Factsheet Friends of Earth