Uganda: Kinderarbeit für Zementriesen LafargeHolcim? | Aktiv gegen Kinderarbeit

Hima Cemetary aus nördlicher RichtungDie Zementfabrik im Ort Hima von der hier die Rede ist habe ich 2007 besichtigt. Damals war sie noch nicht vom weltgrößten Zementhersteller geschluckt worden.

Zementherstellung braucht sehr viel Energie. Dabei nutzt die Fabrik die Abfälle der Kaffee-Produktion. Überall in der Gegend wird Robusta-Kaffee angebaut und nach der Ernte direkt getrocknet, also nicht nass aufbereitet wie bei Arabica. Deshalb gibt es die sogenannten „Husks“ als Abfall wenn der getrocknete Robusta geschält wird. Das ist dann die knochentrockene Fruchtschale und die Pergaminhülle. Die Zementfabrik nutzt dies für bis zu 30% ihrer Energiezufuhr während der Kaffee-Ernte. Bei der Führung wurde viel Wert gelegt auf installierte Technik zur Vermeidung schädlicher Emmissionen. Dass es damit nicht weit her ist zeigen die Bilder unten. Ich lebte eine Woche einige Kilometer nördlich der Fabrik auf einer Farm. Selbst dort war der Staubniederschlag noch unangenehm wahrzunehmen.

Uganda: Kinderarbeit für Zementriesen LafargeHolcim? Publiziert am 30. März 2016 von Elisabeth  Misereor – Xertifix:
Der weltweit größte Zementhersteller LafargeHolcim lässt vermutlich Kinder für sich arbeiten.

Vincent (17) arbeitet bereits seit fünf Jahren jeden Tag in der Mine  des Dorfes Harugongo, im Westen Ugandas.

Es ist eine der Hunderten von Minen rund um die Stadt Fort Portal, in welchen Puzzolan abgebaut wird.

Bei Puzzolan handelt es sich um ein leichtes, kieselartiges Mineral. Es entsteht durch Vulkanerruptionen und erlaubt in Kombination mit Zementklinker (Kalk und Lehm) die Produktion von günstigem Zement in großen Mengen.

Laut Ronald, dem Manager einer jener Minen, wird das Puzzolan hauptsächlich an Hima geliefert, einem Zementhersteller, der seit 1999 zur weltweiten Nummer eins der Branche – LafargeHolcim – gehört.

30 000 Tonnen Puzzolan benötigt Hima jeden Monat, die Hälfte davon wird in den Minen rund um Fort Portal abgebaut.

Laut Vincent arbeiten hier sogar elfjährige Kinder. Auch Erwachsene sind in den Minen tätig. Während diese jedoch Maschinen oder gar den Bagger bedienen, arbeiten die Kinder mit Meißel und Hammer, sogar mit der Hand – ohne Schutzkleidung.

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Die Zementfabrik hat eine eigene Schule eingerichtet. Das machen solche Firmen gern, um in unmittelbarer Umgebung ihr Image aufzufrischen. Der deutsche Farmer, bei dem ich zu Besuch war, hatte genug Geld, um die Gebühren zu bezahlen. Die Schule war hervorragend ausgestattet.

Fotos aus dem Ort Hima – die Zementfabrik steht mittendrin.