Nestlé: Sklavenarbeit auf brasilianischen Plantagen | Handelszeitung.ch

170px-Nestle-logo.svgDie Handelszeitung der Schweiz meldet:  Der Global-Nahrungsmittel-Player NESTLÉ „tut sich schwer“ mit der Überwachung der Lieferkette.  Eine sehr nachsichtige Art diesen Skandal zu beschreiben. Wortlaut der Handelszeitung:

Nestlé: Sklavenarbeit auf brasilianischen Plantagen – Menschenrechte – Nestlé tut sich schwer mit der Überwachung der Lieferkette. Nach den Exzessen auf thailändischen Fischerbooten ist der Konzern mit einem Sklaverei-Vorwurf in Brasilien konfrontiert.

Der Lebensmittelgigant Nestlé macht wieder Schlagzeilen wegen Sklavenarbeit. Der Konzern räumt gegenüber der englischen Tageszeitung «   The Guardian» ein, dass er keinen Überblick über die eigene Kaffee-Lieferkette in Brasilien habe. Nestlé könne nicht ausschliessen, dass auf den Plantagen des südamerikanischen Landes sklavenähnliche Arbeitsbedingungen herrschen würden. Im vergangenen Sommer erst habe man die Beziehung zu zwei Lieferanten beenden müssen, weil die brasilianischen Behörden Arbeitssklaven befreit hätten.

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Die im Text erwähnte Studie kann als PDF hier heruntergeladen werden:
   Danwatch Bitter Coffee – March 2016

Die Studie beschäftigt sich auch mit dem verantwortungslosen Umgang tödlicher Pestizide. Hierzu bereits ein Beitrag von 2013 in diesem Blog anläßlich eines Berichts der Serie „Weltbilder“ im ARD-Fernsehen. Dort ist auch auf einen Artikel der Coordination gegen Bayer-Gefahren verlinkt, wo bereits 1999 auf die Gefahren hingewiesen wird:

„In keinem Land der Welt werden soviel Pestizide produziert und exportiert wie in Deutschland – eines der Hauptabnehmerländer ist Brasilien. Jedes Jahr vergiften sich nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO weltweit über zwei Millionen Landarbeiter mit Pflanzenschutzmitteln, mindestens 20.000 sterben. Die Hersteller der Gifte waschen ihre Hände in Unschuld und verweisen lapidar auf die Gebrauchsanweisung. Doch die meisten Betroffenen sind Analphabeten, die sich eine teure Schutzkleidung gar nicht leisten können.“

  Sündenregister-05: PESTIZIDE auf Großplantagen in Brasilien

Die Studie beleuchtet nicht nur NESTÉ, sondern auch den mittlerweile zweitgrößten Globalplayer im Kaffeegeschäft: JDE. Das bedeutet Jacobs Douwe Egberts.  Diese Gruppe hat sich erst im vergangenen Jahr(2015) gebildet und ist das Produkt deutscher Investoren, der sogenannten Reimann-Gruppe, eine der reichsten Familien-Holdings in Deutschland. Die Gruppe versucht im Kaffeegeschäft an NESTLÉ’s Bedeutung heranzukommen und hat in den letzten Jahren bedeutende Zukäufe getätigt. Siehe den Beitrag in diesem Blog hier:

   Deutsche Milliardäre basteln Kaffee-Imperium