Kenia: Carbonhandel basiert auf kolonialen Strukturen und stabilisiert Ungerechtigkeit (Roots of inequity)

Das Portal REDD-MONITOR beleuchtet kritisch den internationalen Carbonhandel, bei dem zweifelhafte Aufforstungsmassnahmen in den Ländern des Südens als Ausgleich für CO²-Emissionen der Industrieländer herhalten müssen. Die Kritik richtet sich darauf, daß Marktmechanismen angeblich zu effektivem Klimaschutz beitragen, dabei aber neokoloniale Wunden schlagen.

Ein kritischer Report über eine solches Projekt in Kenia fasst zusammen:

„Wir weisen nach, daß die behauptete gerechte Verteilung des Nutzens unter den Projektteilnehmern, also den Landbesitzern und die weitere Bevölkerung aus Kleinfarmern und Nomaden in Wirklichkeit nicht stattfindet, sondern nur einige wenige Akteure davon profitieren. Der Grund ist, daß die Grundbesitzverhältnisse aus vorkolonialen Zeiten in Enteignung und Reichtum für Eliten umgeschlagen sind während der Kolonialzeit und daß auch danach die Leute nur noch minimalste oder gar keine Landrechte besitzen.“ (Übersetzung A.K.)

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We reveal that while the project design was attentive to equity concerns in distributing benefits amongst the project implementer, landowners and the wider population of small-scale farmers and pastoralists in the area, in practice, the initial flow of benefits were concentrated in the hands of a few. This was because developments in land tenure since pre-colonial times had involved processes of dispossession and elite capture, enabled by colonial and post-colonial land policies that left the majority of local people with little or no land entitlement.


LINK zum Artikel auf REDD-MONITOR: webRoots of inequity in Wildlife Works‘ Kasigau Corridor REDD Project | REDD-Monitor.

LINK zur erwähnten Studie: PDF Roots of Inequity in Wildlife Works Kasigau Corridor REDD-Project